Doorgaan naar hoofdcontent

TTIP und EUROPA

Studie: TTIP kann zur wirtschaftlichen Spaltung Europas führen 

Die meisten Prognosen zu TTIP basieren auf einem umstrittenen Berechnungsmodell und arbeiten mit Zahlen, die aufgrund der Geheimhaltung der Verhandlungen nur Schätzungen sein können. Tatsächlich würde das TTIP die Desintegration in Europa vor allem auf dem Arbeitsmarkt beschleunigen, zeigt eine neue Studie der DWN. 
Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
bitcoin
abo-pic
Angela Merkel und Barack Obama beim G20-Gipfel in Brisbane. (Foto: dpa)
Angela Merkel und Barack Obama beim G20-Gipfel in Brisbane. (Foto: dpa)
Demo gegen CETA und TTIP in Berlin. (Foto: dpa)
Demo gegen CETA und TTIP in Berlin. (Foto: dpa)
Die EU-Kommission verweist bei ihrer Kommunikation für TTIP auf Prognosen, die zahlreiche positive Effekte für die EU-Mitgliedsstaaten im Zuge von TTIP prognostizieren. Doch diese Untersuchungen und Prognosen sind mit Vorsicht zu genießen, wie eine neue Studie der Deutschen Wirtschafts Nachrichten zeigt. Die ähnlich positiven Ergebnisse der meisten bisher vorliegenden Untersuchungen lassen sich nämlich unter anderem auf deren umstrittene Methodik zurückführen.
So verwenden beispielsweise drei der vier offiziellen Studien das gleiche „ökonomische Berechnungsmodell, das Computable General Equilibrium (CGE) Modell sowie gänzlich oder teilweise dieselben Datensätze für die Quantifizierung der nicht-tarifären Maßnahmen und sehr ähnliche Datensätze für die Wirtschaftsdaten der einzelnen Länder“, heißt es in der DWN-Studie. Das CGE-Modell sei aber aufgrund seiner Eigenheiten (Prinzip des Gleichgewichtszustands) nicht in der Lage, zulässige Aussagen über die Auswirkungen von TTIP auf die Arbeitsmärkte zu treffen.
Wie entscheidend die Berechnungsmodelle für den Trend der Prognosen sind, zeigt die neue DWN-Studie. Unter Anwendung des „United Nations Global Policy Models“ etwa, winkt mit TTIP in Europa ein Rückgang des BIPs, der persönlichen Einkommen und der Beschäftigung. „Zu erwarten sind zunehmende Instabilität im Finanzsektor und ein kontinuierlichen Abwärtstrend beim Anteil der Einkommen aus unselbständiger Arbeit (Lohnquote)“, so die Studienautorin Stefanie Schneider. „Die Evaluierung mit dem UN Modell lässt für Europa eine wirtschaftliche Desintegration weitaus wahrscheinlicher erscheinen als eine weitere Integration.“ Tatsächlich würden die Vorteile von TTIP nur auf Kosten des bilateralen Handels zwischen den EU-Mitgliedsstaaten zu erreichen sein.
Darüber hinaus basieren die Ergebnisse der positiven Prognosen auf Zahlen, die selbst nicht als sichere Annahmen gelten können. Die Geheimhaltung der TTIP-Verhandlungen bedingt, dass es keine konkreten Datensätze gibt. Selbst die TTIP-Leaks von Greenpeace ermöglichten es letztlich nur, zu sehen, mit welchen unterschiedlichen Standpunkten die EU und die USA in die Verhandlungen gehen. Wie sich mit welchen Deals geeinigt werden wird, ist weiterhin unklar. Aber genau das wird entscheidend dafür sein, wie sich das Freihandelsabkommen auf den Wohlstand, das Leben und die Arbeit der EU-Bürger auswirken wird.
In den offiziellen Gutachten so gut wie gar nicht berücksichtigt sind die Untersuchungen der unabhängigen Tufts-University, die zu einem sehr deutlichen Ergebnis kommt: Das TTIP werde im Norden Europas – also in Deutschland, dern Niederlanden und in Skandinavien – zu einem Boom im Niedriglohnsegment führen. Insgesamt geht diese Untersuchung davon aus, dass knapp 600.000 klassische Arbeitsplätze durch das TTIP wegfallen könnten. Damit würde der in den USA herrschende Trend nach Europa importiert: Die scheinbar guten Job-Zahlen sind seit einigen Jahren auf das Wachstum im Niedriglohnbereich zurückzuführen, während die Zahl der klassischen Industriearbeitsplätze schrumpft. Diesen Zustand hatte zuletzt US-Präsident Barack Obama bei seiner Rede vor den UN ausdrücklich beklagt und festgestellt, dass diese Entwicklung auch auf den Bedeutungsverlust der Gewerkschaften zurückzuführen sei. Diese Entwicklung ist einer der maßgeblichen Faktoren für den Erfolg von Donald Trump. 
„Um eine informierte Entscheidung zu treffen, sollte man sowohl die Chancen als auch die Risiken abwägen“, so Schneider. Daher erscheine es etwas besorgniserregend, wenn von Seiten der Europäischen Union nur über die Vorteile und Wohlfahrtseffekte gesprochen werde und negative Auswirkungen per se ausgeschlossen würden. Und daher „besteht eine realistische Gefahr, dass eine Fehleinschätzung der Wirkungen des TTIP zu erheblichen sozialen Problemen in der EU führen wird“, warnt die Studie.
Verschaffen Sie sich einen Informationsvorsprung: Bestellen Sie jetzt die neue DWN-Studie „TTIP – Die unsichtbaren Risiken“ (74 Seiten) im PDF-Format per Email an studien@deutsche-wirtschafts-nachrichten.de um 30 Euro (inklusive Umsatzsteuer).  Mit dem Kauf unterstützen Sie außerdem die Redaktion in ihrer Unabhängigkeit und ihrer ermöglichen ihre Arbeit.
*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

Reacties

Populaire posts van deze blog

Geert Mak Pleit Nu Voor Vriendschap met Rusland

Ik kwam zojuist mijn oude vriend, de bestseller-auteur en mainstream-opiniemaker Geert Mak in de regen op straat tegen. Na elkaar te hebben begroet, vertelde Geert mij dat hij van oordeel is dat Europa zo snel mogelijk met Rusland om de tafel moet gaan zitten, om de opgelopen spanningen te deëscaleren. De VS heeft heel andere belangen dan 'wij,' aldus Mak, die benadrukte dat de macht van 'onze' Atlantische bondgenoot ingrijpend aan het afnemen is. Kortom, ik hoorde wat ikzelf al enige jaren op mijn weblog schrijf. Opvallend hoe een Nederlandse opiniemaker binnen zo'n betrekkelijk korte tijd zo wezenlijk van oordeel kan veranderen.  Immers, Mak’s gevaarlijke anti-Rusland hetze was een treffend voorbeeld van zijn opportunisme. Mei 2014 beweerde op de Hilversumse televisie de zogeheten ‘chroniqueur van Amsterdam, Nederland, Europa en de VS,’ dat er sprake was van een 'Russische gevaar,’ aangezien ‘meneer Poetin’ aan ‘landjepik’ deed en dat de Russische president d…

America Has Been at War 93% of the Time Since 1776

America Has Been at War 93% of the Time – 222 out of 239 Years – Since 1776 By Washington's Blog Global Research, December 26, 2017 Washington's Blog 20 February 2015 Region:  Theme: 

Native American Rape Survivors

A sign marks the entrance to White Earth Indian Reservation in Mahnomen County, Minn. (J. Stephen Conn / CC 2.0) WHITE EARTH RESERVATION, Minn.—Candice (not her real name) awoke with a start. Someone was pulling down her sweatpants. It was a male friend. “Stop!” she shouted. He kept groping her. She kicked him and he fell off the bed. She dashed out of the bedroom, tripping and tumbling down the stairs. Gripped with fear, she heard his footsteps behind her in the dark and forced herself to stand upright as she staggered out to the porch. Candice was still intoxicated. She got into her car and drove into a ditch. A white police officer pulled up. She struggled to hold back tears as she told him about the attempted rape. All the officer saw was a drunk and disorderly Native American woman. He dismissed Candice’s report of sexual assault as a lie she had made up to avoid getting a DUI. He did not take her to the hospital for a forensic exam. The sexual assault was not recorded in his pol…